Es war im Winter und es muss kurz vor Weihnachten gewesen sein als alle Menschen sich auf Weihnachten vorbereiteten und der kleine Benjamin den Großen dabei zuschaute.
Alle waren so in Eile das sie Ihn kaum wahrnamen, er sass ganz still auf der Treppe und sah sich die Proben für das Krippenspiel an, als er aufeinmal bemerkte wie er sich in die anderen Menschen einfühlen konnte. Er sah Maria und fühlte die Emotionen die die junge Schauspielerin zu simulieren versuchte. Es gelang ihr gut dachte sich Benjamin.
Ihm wurde ganz schwer ums Herz und da ergriff ihn der Gedanke das er die Gefühle der anderen auf eine besondere Weise warnehmen konnte, anders als die anderen dazu in der Lage waren. Da erinnerte er sich wie anstrengend er Menschen fand die nur an sich dachten, die immer und überall einfach ihre Momentane Stimmung in Räume und Orte verbreiteten ohne an die Vorort längst bestehenden Energien Rücksicht zu nehmen.
Benjamin war erst zwölf doch er fühlte sich oft von anderen überrumpelt, er hatte oft das Gefühl andere Menschen könnten nicht erkennen welches Verhalten in welchen Moment angebracht sei und das hatte ihn schon oft ermüden lassen. Natürlich war er selbst davon überzeugt das er selbst sehr genau die Energien und Situationen erkennen und sich ihnen gerecht benehmen konnte. Immerhin hatte er ja schon oft von anderen gesagt bekommen das er immer und überall so dazu passen würde.
Seltsam dachte er sich während er das Kind Marias in sich spürte. Vielleicht waren es ja garnicht die anderen die sich so unpassend benahmen, vielleicht war er es der diese besondere Gabe hatte immer und überall die Gefühle der anderen nachzuempfinden und logischer Weise diese dann auch in seinem eigenem Benehmen zu beachten, ihnen Aufmerksamkeit zu geben. Andere konnten dies vielleicht nicht!
Oh nein..wenn dies tatsächlich so sein sollte dann wollte Benjamin garnicht mehr so beliebt sein, er wollte lieber wie all die anderen mehr bei sich selber sein und an seinen Wünschen arbeiten, anstelle die der anderen immer so generös zu teilen. Er bemerkte wie er ein wenig neidisch darauf wurde das der Musikant zum Beispiel so gut Klavier spielen konnte und das der Lehrer alle Schauspieler so gut zu plazieren wusste. Der Neid war gemixt mit Trauer dies selbst nicht zu können und da viel im auf wie oft er in seinem Leben anderen bei ihren Leben zugeschaut hatte und wie oft er dann verwirrt, inspiriert und traurig nach Hause spaziert war. Zu sich und sein eigenes Leben indem er am liebsten all die Leben der anderen selbst gelebt hätte. Doch das ging natürlich nicht..er konnte in einem Leben nicht soviel hineinstecken wie die anderen eben jeder für sich erlebten, dazu war der Tag zu kurz und das Leben eines Menschen eben auch.
Maria sah wundervoll aus dachte Benjamin sich auch noch als die Proben vorüber waren und jeder nach Hause ging. Doch Benjamin blieb noch auf der Treppe sitzen, er hatte das Gefühl er müsse diesen Gedanken zu Ende denken bevor er sich wieder auf den Weg nach Hause machte. Er hatte das Gefühl an einem wichtigen Punkt seiner Existenz gelangt zu sein..er spürte das eine sehr wichtige Erkenntniss heute noch über ihn kommen würde wenn er sich genug Zeit nehme diese zu überdenken.
So kam es das er sich darüber bewusst wurde wieviel Zeit er mit dem Leben und Energien anderer verplempert hatte nur weil er diese Gabe hatte sich in andere reinzufühlen. Dieses reinfühlen hatte verursacht das er immer Gefühle anderer gelebt hatte.Waren diese negativ so hatte er versucht diese auszubalancieren damit Harmonie wieder entstehen konnte wo andere sie nichtmehr zu finden wussten und damit hatte er Zeit verbraucht die Ihm keiner zurückgeben konnte, die er nicht in seinem eigenen Können wachsen konnte.
Zeit um er selbst zu sein, um an sich zu denken und nicht eingeschüchtert zu sein nur weil ein anderer etwas besser konnte als er. Jetzt verstand er plötzlich das er eine Gabe hatte, die Er noch nicht richtig zu gebrauchen wusste..der er sich noch garnicht bewusst gewesen war und somit hatte diese Ihn viel Zeit und Mühe gekostet. Ruhig wurde Benjamin erst wenn alle den Raum verlassen hatten, denn dann war er allein mit sich selbst und es gab keine Energie die Jemand anderes versprühte und die ihn zum wanken bringen konnte..einfach so selbst ohne den Menschen zu kennen.
Benjamin stand langsam auf und schaute sich den Raum an, er schaute auf die Bühne und erkannte das es Ihm doch egal sein könne wie es anderen immer ergehen, dass er versuchen müsse seine Gabe für sich und für andere zu nutzen ohne selbst davon einen Schaden zu tragen. Jetzt wo er alleine war spürte er den Unterschied, er fühlte sich so frei, so gut und doch so allein. Er schaute auf die Bühne und sagte zu sich selbst, dass er aufhören müsse sich stets mit anderen zu vergleichen, dass es Ihm egal sein müsse wie andere Dinge erleben, damit er mehr von sich selbst kennenlernen könne.
Oh nein dachte sich Benjamin verschämt, wie lange ich viel zu viel die Gefühle anderer gelebt habe, mich um diese kümmern wollte und dabei meine eigenen nicht mehr erkennen konnte. Es war gut über dies bescheid zu wissen, es war ein frühzeitiges Weihnachtsgeschenk dachte Benjamin sich, denn nun könne er endlich erkennen das er einfach bei sich bleiben müsse, immer und überall und die Emotionen der anderen sollte er versuchen auszublenden, jedenfalls solange bis er erkennen könne wieso diese Gabe gerade ihm geschenkt worden war und solange bis er lerne damit produktiv umgehen zu können, dabei bezog sich produktiv vorallem auf ihn selbst.
Welch eine Erleichterung dachte er sich glücklich, wenn ich nur auf die anderen schaue dann kann ich mich selbst nicht so ernst nehmen, dann werde ich immer denken das die Gefühle der anderen wichtiger als die meinigen sind und dann werde ich früher oder später ein Abbild der anderen sein, dass möchte ich aber nicht. Ich möchte ich selbst sein und nun wo ich diese Gabe kenne verstehe ich das ich nicht länger mit dieser leben kann und will bist mir nicht klar ist, was ich für eine Aufgabe habe in der ich diese Gabe für die Menscheit nutzen kann. Jetzt wuste er das er in der Schule nichtmehr Zeit damit verschwenden durfte traurig darüber zu sein wie schwer es ihm viel Dinge zu erlernen sondern das er sich bewusst machen müsse das er vielleicht einfach viel zu wenig gelernt habe weil er doch immer an die anderen gedacht hatte und an das was diese anderen können. Und wenn die dann gut waren dann hatte er sich auch noch mit ihnen gefreut, weil er doch die Gefühl der anderen in sich aufsaugte.
Es vergingen die Jahre, Benjamin war nun kein Kind mehr sondern ein junger Mann der sehr einfühlsam und interessiert war. Ein junger Mann der aber auch viel gelernt hatte, da er im alter von zwölf Jahren eine Erkentniss hatte die nicht jeder so früh hatte. Glücklich und stark fühlte er sich und er wurde Niemals mehr aus der Bahn geworfen wenn Jemand anderes etwas besser konnte als er denn es machte ihm nichts mehr..das Leben der Anderen hatte nicht die Priorität…in Bezug auf sein sein eigenes jedenfalls, denn er war nun frei….frei davon die Energien und Probleme als die eigenen zu sehen und glücklich darüber anderen manchmal helfen zu wollen und zu können oder es eben andere Male zu lassen. Insgeheim fühlte er natürlich noch immer vielerlei..doch er nahm diese Gefühle auf und warf sie auch wieder ab, vorallem wenn er bemerkte das der andere Mensch ihm etwas vorspielte und behauptete guter Laune zu sein, wenn er doch all die Trauer spüren konnte. Doch das war nun egal..dachte Benjamin sich insgeheim und vollgte seinen eigenen Weg…immer der Sonne oder dem Licht des Mondes entgegen. Ende